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Chile ist eine der offensten Volkswirtschaften weltweit und ein Trendsetter in Süd- bzw. Lateinamerika.
Das Land zählt aber auch zu den 30 Ländern weltweit, die bis 2025 am stärksten vom Wasserstress betroffen sein werden und sind auch hier – leider trauriger – Spitzenreiter innerhalb der Region.

Neben dem Bergbau stellt der Lebensmittelsektor die zweitwichtigste Säule der chilenischen Wirtschaft dar und zeichnet für ca. 4% des nationalen BIP verantwortlich.

Haupt-Exportprodukte im Lebensmittelbereich sind Tafeltrauben, Avocados, Heidelbeeren, Äpfel, weiteres Frischobst, getrocknete Früchte, Konserven und Wein.

Chile nutzt seine geografische Lage und fährt die Ernte ein, wenn in Europa und Nordamerika der Winter die Produktion stoppt.

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Die Ressource Wasser wird stark beansprucht, insbesondere vom Bergbau und – am stärksten – von der Landwirtschaft. Die klimatischen Veränderungen – vorwiegend lang anhaltende Dürren und zugleich starke Überschwemmungen – verschlechtern die Situation und schaffen neue Herausforderungen für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.

Große Herausforderungen für die chilenische Landwirtschaft sind:

Management natürlicher Ressourcen hin zu einer sauberen Landwirtschaft, welche ausschließlich ökologische Inputs nutzt

Effiziente Wasser- und Energienutzung

Integration von IKT entlang der Wertschöpfungskette (schnurlose Kommunikation, Sensoren, GPS, Roboter usw.)

Erhöhung der Innovationskapazität des Sektors zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit auf globalen Märkten sowie dem Heimatmarkt

Zentrale Themen im chilenischen Umweltmanagement sind das integrierte Wasserressourcenmanagement und Nutzung von Technologien zur Steuerung der Wassereffizienz, der Messung eines Water Footprints sowie der Behandlung und Wiederverwendung des Wassers. Zusätzlich rückt die Komponente Remote Control and Management immer weiter in den Fokus, insbesondere vor dem Hintergrund der Erhöhung der Innovationskraft des Sektors.

Aufgrund der starken Beanspruchung der Wasser- und Energieressourcen und einer zeitgleich starken Exportorientierung, liegt der Schwerpunkt des Netzwerks und seiner Aktivitäten auf dem Lebensmittelsektor und insbesondere dem Obst- und Weinbau.

Gemäß einer Studie von ECLAC (United Nations Economic Comission

for Latin America and the Carribean) sind die Wasserpreise in Chile im Vergleich zu anderen Ländern überdurchschnittlich hoch.

– Chile gehört zu den Ländern weltweit, die am meisten für die Vermeidung von Umweltkatastrophen ausgeben. Von den insgesamt rund US$ 3,1 Mrd. gehen 45% in die Behandlung der Wasserknappheit.

– Chile besitzt aktuell ein Wasserdefizit von 82,6 m3/s. Dieses Defizit wird auf 149 m3/s bis 2025 steigen.

– 76% der Oberfläche Chiles ist von Trockenheit, Versteppung und geschädigten Böden betroffen. In diesen Gebieten leben 11,6 Mio. Menschen, 65% der gesamten Bevölkerung Chiles.

DAS WEITERE POTENTIAL

Die Netzwerkaktivitäten starten in Chile, jedoch vor dem Hintergrund der späteren Ausdehnung des Zielmarktes auf die Pazifik Allianz.

Diese besteht aus Mexiko, Peru, Kolumbien und Chile. Die vier Länder haben sich 2012 aufgrund ähnlicher außenwirtschaftlicher Orientierung zusammengeschlossen und verfolgen eine gemeinsame Integrationspolitik in der Region.

Auch wenn die klimatischen Bedingungen in den Ländern der Pazifik Allianz unterschiedlich sind, ist trotzdem eine Multiplikation der generierten Agrar-Umweltmanagementlösungen von agroAMBIENTE – nach erneutem Adaptationsaufwand – möglich. Somit erweitert sich der Zielmarkt geografisch aber auch voluminös und bietet zusätzliche attraktive Optionen.

ZIELMARKT