In Landwirtschaft

Auch wenn es noch keine offiziellen Studien gibt, nutzen in Chile – laut des Agronomen Rodrigo Ortega – nur 5% der Produzenten Praktiken der Präzisionslandwirtschaft und liegen damit weit hinter anderen Ländern. Es muss mehr in Technologie und die Ausbildung der Menschen investiert werden, damit diese in der Lage sind, die Daten der Instrumente zu interpretieren.

(Fernanda Salinas García, Revista CAMPO vom 26.03.2018)

Lebensmittel zu produzieren wird immer komplexer. Der Klimawandel, mit seinen hohen und tiefen Temperaturen und geringerer Wasserverfügbarkeit sowie eine zunehmende Urbanisierung sind die primären Faktoren, die ein Wachstum des Sektors verhindern.

Dies führt zu der Notwendigkeit, eine effizientere Produktion anzugehen, die zudem noch umweltfreundlich ist. Hier erscheint die Präzisionslandwirtschaft.

Bei der Präzisionslandwirtschaft um dein Einsatz agrarwissenschaftlicher Modelle, zur richtigen Zeit und am richtigen Ort, mittels der Unterstützung von IKT-Instrumenten. Somit kommen Drohnen, autonom-fahrende Traktoren, bildgebende Verfahren zur Bodenanalyse, Sensoren zur Messung der Wasserqualität, Big Data und GPS zum Einsatz. Ziel ist hierbei mit wenig Mitteln den gleichen Output oder mehr zu produzieren. Gleichzeitig soll der Einsatz der Faktoren optimiert werden, um die Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren und den Sektor nachhaltiger zu gestalten.

Die verfügbaren Informationen direkt auf dem Feld sind sehr eingeschränkt. Man muss zuerst eine Probe nehmen, diese vorbereiten, zum Labor schicken, dort wird sie analysiert, die Berichte werden zurückgeschickt und erst anschließend wird die Entscheidung getroffen. Dies nimmt viel Zeit und Geld in Anspruch. Mit der Implementierung von Sensoren, die man entweder direkt in der Hand hält oder die am Traktor befestigt werden, soll sich das ändern.

Die internationale Erfahrung zeigt, dass der Einsatz dieser Präzisions-Instrumente zu einer produktiveren, ökonomischeren und umweltfreundlicheren Landwirtschaft beiträgt.

Nutzt man Maschinen, die Messgeräte direkt integriert haben, kann man z.B. beim Abfahren des Feldes direkt den Boden und dessen Parameter erfassen.

Diese Information, richtig interpretiert, ermöglicht ein besseres Management des Feldes mit deutlich besseren wirtschaftlichen Ergebnissen und reduziert die Kosten. Außerdem wird der Ertrag pro Hektar erhöht, die Qualität verbessert und der Einfluss der Landwirtschaft auf die Umwelt verringert, da nur in den wirklich benötigten Mengen bewässert oder gedüngt wird.

Wenn Chile mehr Präzisionstechnologien nutzt, kann eine Effizienz von 75% erreicht werden.

Ein weiterer Vorteil der Nutzung der Präzisionslandwirtschaft ist die Möglichkeit, mit den Mechanismen die Auswirkungen des Klimawandels, wie Wassermangel, zu reduzieren. So helfen zum Beispiel Monitoringsysteme zur Bewässerung, Wasser zu sparen. Laut einer Studie der Universidad de Chile liegt die Effizienz in der Wassernutzung in der Landwirtschaft unter 50%. Dies trifft auf 91% der Plantagen zu.

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